Gemeindeteil Wegefarth

Wegefarth, idyllisch im Tal der "Großen Striegis" gelegen, hat sein Wahrzeichen in dem an der Gemarkungsgrenze zu Oberschöna errichteten Eisenbahnviadukt. Dieser wurde von 1866 bis 1868 aus Bruchsteinen gebaut und ist mit seiner Höhe von 41 m und seiner Länge von 348 m ein beeindruckendes Bauwerk. Er hat alle Wirren der Zeit gut überstanden und ist heute als Bestandteil der Sachsenmagistrale stark frequentiert. Der Gemeindeteil Bahnhof Frankenstein gehört seit eh und je zu Wegefarth und nicht, wie man vom Namen herleiten könnte, zur Gemeinde Frankenstein.

Wegefarth ist sehr oft Ausgangs- oder Endpunkt von Wanderungen durch das schöne Striegistal.
Hier beginnt die so genannte "Grabentour", die durch Wiesen und Wald, immer entlang an der Striegis oder einem Kunstgraben, in dem einst Aufschlagwasser von Wegefarth zu den Bräunsdorfer Gruben floss und der vom hohen handwerklichen Können der Bergleute zeugt, striegisabwärts führt.

Aufgrund der schönen Lage ist Wegefarth als Wohnbaustandort durchaus gefragt. Viele neue Eigenheime wurden gebaut. Das hat dazu geführt, dass die Einwohnerzahl wieder auf über 500 angestiegen ist.

Wegefarth wird 1283 erstmals urkundlich erwähnt. Seine Entwicklung ist eng mit der Landwirtschaft und dem Handwerk verbunden. Eine große Rolle hat über lange Zeiträume das Rittergut gespielt. Diese Liegenschaft, geprägt durch ein sehr schönes Herrenhaus, wurde kürzlich von der Gemeinde Oberschöna, zu der Wegefarth schon seit geraumer Zeit gehört, erworben. Sie hat sich die schwierige Aufgabe gestellt, die umfangreiche Bausubstanz Schritt für Schritt zu sanieren.

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