Gemeindeteil Bräunsdorf

Bräunsdorf, im Regionalplan Chemnitz-Erzgebirge als Ausflugsort ausgewiesen, liegt zum überwiegenden Teil im Landschaftsschutzgebiet "Striegistäler". Dessen Bedeutung liegt in relativ unberührten, urwüchsigen Flußauen mit vielen Seitentälern und einer vielfältigen Fauna und Flora.

Bräunsdorf ist sowohl innerörtlich wie auch gebietsübergreifend durch Wanderwege gut erschlossen und bietet sehr gute Bedingungen für den ruhebetonten, naturnahen Tourismus.
Ein Bergbauhistorischer und ein Geologischer Wanderweg begleiten den Besucher und machen ihn mit vielen Details der historischen Entwicklung von Bräunsdorf und der Region bekannt.

Bräunsdorf wurde 1230 erstmals urkundlich erwähnt. Seine Entwicklung wurde ganz wesentlich durch den Bergbau beeinflusst, der von 1670 bis zu seiner Einstellung 1864 dominierend war. Bis zum Konkurs im Jahre 1815 spielte auch das Rittergut, mit eigener Gerichtsbarkeit ausgestattet, eine große Rolle. Es wurde von der Sächsischen Armenhaus-Hauptkasse erworben, die 1824 eine Landeswaisenanstalt eröffnete.

Bereits 1832 wurde daraus eine Erziehungs- und Korrektionsanstalt. Seit dieser Zeit wurde der Ortsname oft mit einem bitteren Beigeschmack genannt. Die Funktion dieser Einrichtung änderte sich mehrfach (Besserungsanstalt, Jugendwerkhof, Kinderheim).
Ungeachtet dessen hat sie die Entwicklung von Bräunsdorf durch rege Bautätigkeit und infra-strukturelle Erschließungsmaßnahmen stark beeinflusst und immer vielen Menschen Arbeit gegeben. Mit Freude haben die Bräunsdorfer Einwohner zur Kenntnis genommen, dass sich Privatpersonen mit viel Mut, großem Engagement und bewundernswerten Visionen dieser Einrichtung angenommen haben, die vom Voreigentümer doch sehr vernachlässigt wurde.

Ganz im Gegensatz dazu wurden andere öffentliche Bauwerke und viele Privathäuser liebevoll und mit viel Aufwand restauriert (Huthaus "Zur Neuen Hoffnung Gottes Fundgrube", Armenhaus, Niedere Schule) und modernisiert und machen einen Aufenthalt in Bräunsdorf zum Erlebnis

Bräunsdorf zählt heute rund 800 Einwohner und ist seit 01.01.1997 nach Oberschöna eingemeindet.

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